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Berlin, eine Einwanderungsstadt


Schon seit dem 17. Jahrhundert ist Berlin eine Stadt für Einwanderer, aber auch der Auswanderer. Berlin hatte vor dem 30jährigen Krieg etwa 10.000 Einwohner und nachher etwa 6000.

1671 wurden die Jüdischen Gemeinden gegründet. Zu dieser Zeit kamen auch viele Hugenotten nach Berlin, die als Glaubensflüchtlinge aus Frankreich geflohen waren. Sie brachten Glasmacher und das Baugewerbe mit nach Berlin. Zwischen 1877 und 1905 kamen viele Zuwanderer aus Schlesiens armen, kinderreichen Regionen. Sie wohnten in kleinen Hinterhöfen und Kellerwohnungen. Viele Deutsche wanderten zu der Zeit nach Amerika und Russland aus, weil sie hofften, sich dort etwas aufbauen zu können und mehr Geld zu verdienen. Von 1933 - 1945 regierte das Hitlerregime. Zu dieser Zeit wurden auch die Konzentrationslager erbaut. Viele Deutsche, vor allem Juden, flohen vor Nazi - Diktatur. Nach dem 2. Weltkrieg kamen viele ausländische Gastarbeiter nach Berlin, vor allem aus der Türkei. (Patrick)


                              Hugenotten in Berlin

1685 kamen die ersten Hugenotten nach Berlin, weil sie als Calvanisten in Frankreich verfolgt wurden. Dort zerstörten sie die kirchlichen Gemeinden der Hugenotten, und wenn sie das Land verlassen wollten, bekamen sie eine Strafe.

Vom Kurfürsten in Berlin /Brandenburg wurden sie aufgenommen, weil sie Glaubensgenossen des Kurfürsten waren. Außerdem gab es durch den 30-Jährigen Krieg nur noch wenige Menschen in Deutschland und die Wirtschaft musste wieder aufgebaut werden. Die Einheimischen von Berlin waren misstrauisch wegen der fremden Sprache, der ungewöhnlichen Kleidung und den Gewohnheiten der Hugenotten. Sie weigerten sich zunächst Quartiere für Hugenotten zu suchen. Die Bevölkerung war gezwungen Zwangsabgaben für die Hugenotten zu bezahlen.
In der 2. Generation wurde überwiegend Französisch gesprochen, aber es tauchten auch deutsche Wörter auf. Die Hugenotten haben sich erst später integriert. (Alexander)

                             Türken in Berlin

Die ersten türkischen Gastarbeiter kamen im Jahre
1961 nach Deutschland, weil die Deutschen Arbeitskräfte brauchten. In der ersten Zeit bekamen sie schlechte Wohnungen und wenig Geld für ihre Arbeit. Sie mussten auch viele Überstunden machen und hatten kaum Zeit, um Deutsch zu lernen. Am Anfang sollten sie nur für eine begrenzte Zeit in Deutschland bleiben, später erlaubte man ihnen zu bleiben und ihre Familien nachzuholen. In den 80er und 90er Jahren lebten immer mehr Türken in Deutschland. Sie konnten schon besser Deutsch sprechen. In Deutschland lebten die Türken in kleinen Familien, nicht so wie in der Türkei, da gibt es meist nur Großfamilien. (Julia)

 

                   Einwanderer an unserer Schule

Auch an unserer Schule gibt es viele Schüler, deren Familie oder die selbst ihre Heimat verließen, um nach Deutschland auszuwandern. Wir haben drei Schüler stellvertretend interviewt. Die Interviews könnt ihr hier ansehen.

Wer die Videos in einer besseren Qualität haben möchte, kann unter info@parizek.de eine CD-ROM anfordern.

Interview mit Kadriye (ca. 2,6 MB)

Hörversion des Interviews (180 KB)

 

Interview mit Sascha (ca. 4,2 MB)

Hörversion des Interviews (270 KB)

 

Interview mit Sebastian (ca. 3,3 MB)

Hörversion des Interviews (212 KB)

Downloadtipp: Mit rechter Maustaste auf die gewünschte Datei klicken - Ziel speichern unter ... - wählen und auf der eigenen Festplatte im Wahlordner speichern und später ansehen bzw. anhören.