|
Ausgrenzung von Juden in der
Gesellschaft
Mit falschen Anschuldigungen,
z.B. dass sie die Verantwortung für eine Hungersnot tragen, wurden
die Juden bereits im Mittelalter verfolgt und ausgegrenzt.
Diese Verfolgung der Juden
ging bis in die Nazi-Zeit. Die Juden wurden nun nicht mehr wegen
Hungersnot und Pest verfolgt, sondern z.B. aus wirtschaftlichen
Vorurteilen, da einige von ihnen reich waren und Banken, Betriebe
oder Geschäfte besaßen, wie uns Herr Guttmann im Interview
erklärte. In der Nacht vom 9. zum 10. 11. 1938, der so genannten
Reichskristallnacht oder Pogromnacht, wurden ihre Geschäfte
geplündert, sie wurden geschlagen und gefoltert.
Ab 1941 mussten die Juden
einen gelben Judenstern tragen, damit man sie schneller erkannte.
Millionen Juden wurden in die Konzentrationslager gebracht und
getötet. Einige konnten aus Deutschland fliehen. Es war sehr
schwierig ein Land zu finden, das die Juden aufnahm und es war
sehr teuer zu flüchte. Deshalb mussten die meisten Juden in
Deutschland bleiben und viele verloren ihr Leben, weil eine
Auswanderung nicht mehr möglich war.
|
|
Das Zeitzeugeninterview mit Herrn Guttmann
Ich habe erfahren, dass Herr Guttmann in
Berlin geboren wurde und aufwuchs. Als Herr Guttmann 12 Jahre alt war, floh er
mit seiner Mutter nach London . Als Herr Guttmann mit seiner
Mutter 1939 vor den Nationalsozialisten aus Berlin flüchten
musste, fuhr er mit dem Zug von Berlin Zoologischer
Garten über Magdeburg, Hannover über Osnabrück nach Niederlande zum Hafen Hook
von Holland.
Er
nahm mit seiner Mutter die Fähre nach Harwich und reiste nach
England ein. Von dort fuhr er mit dem Zug nach London, seinem Exil. Dort verbrachte er viele Jahre seines
Lebens. Nach 60 Jahren kehrte er nach Berlin zurück. Herr Guttmann
fühlte sich immer ausgegrenzt, nur weil er Jude war. Er fühlte sich
wie ein Deutscher. Er wurde schließlich in Berlin geboren. Er hat
in England studiert und ist Lehrer geworden und unterrichtete
Kinder und Jugendliche. (Katharina, Pia, Sven, Murat)

|
Und hier
gibt es das gesamte Interview zum Download.
Interview mit Herrn Guttmann (ca.
33 MB)
Hörversion des Interviews (ca. 2
MB)
Wer das Video in einer besseren
Qualität haben möchte, kann unter
info@parizek.de eine CD-ROM anfordern.
Downloadtipp: Mit
rechter Maustaste auf die gewünschte Datei klicken - Ziel speichern
unter ... - wählen und auf der eigenen Festplatte im Wahlordner
speichern und später anhören.
|